WORAUF ES RUND UMS WEBDESIGN ANKOMMT (TEIL 1 – DIE VORSTUDIE)

4 11, 2015
©Ryan McGuire via Canva.com

©Ryan McGuire via Canva.com

Zu gerne befassen wir uns mit unseren Vorstellungen, wie wir es gerne hätten und was wir als „schön“ empfinden, weil uns die kreative Arbeit Spaß macht. Aber wäre eine Webseite, die uns selbst anspricht, wirklich das was unsere Kunden suchen? In den meisten Fällen vermutlich nicht. Weil es schwierig ist, seine eigenen Vorlieben zu zügeln, braucht es den konsequenten Blick auf das, was wirklich zählt und eine Webstrategie, an der man sich orientieren kann. Im Teil 1 dieser Reihe geht es um die Vorarbeiten für einen erfolgreichen Projektstart:

1. CONTENT – VERLIEBT AUF DEN ERSTEN BLICK

Vielleicht ist dieser Vergleich ja übertrieben aber verhält es sich mit Erstkontakten im Web nicht ähnlich wie bei einem ersten Date? Man entscheidet sich im Sekundenbruchteil, ob man mehr erfahren will oder weiter auf die Suche geht. Im Web geschieht dies bereits im Google Suchresultat, bevor die Homepage überhaupt eine Chance gehabt hat, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Der Text, der in der Auswahl neben dem Weblink angezeigt wird, ist Ihr erster Helfer auf der virtuellen Reise, die Ihre Kunden zu Ihnen unternehmen. Ist das Interesse geweckt und der Besucher auf Ihrer Homepage gelandet, soll er sich emotional angesprochen fühlen, sich rasch orientieren können und vorfinden, was er gesucht hat.


GUTER CONTENT IST RELEVANTER CONTENT UND BIETET DEM BESUCHER EINEN MEHRWERT. GUTER INHALT UNTERSTÜTZT MIT NÜTZLICHEM WISSEN, LÖST EIN PROBLEM, SCHAFFT EIN POSITIVES GEFÜHL ODER ÜBERRASCHT.


Sich in den Zielkunden hineinzudenken ist deshalb eine wichtige Vorarbeit, wenn man eine neue Website oder ein Redesign seines Werbeauftritts plant. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, empfehle ich Ihnen zwei hilfreiche Artikel von TN3:

2. ZIELE UND MESSWERTE – AUFSCHREIBEN, WAS ERREICHT WERDEN SOLL

Wie in anderen Projekten auch starten Sie nicht ziellos. Sie legen fest, welche Botschaft Ihre Website aussenden und was sie damit erreichen soll. Setzen Sie realisierbare und vor allem quantifizierbare, smarte Ziele.

Beispiele:
– Offertanfragen von Grosskunden um n% steigern im 2016
– Online-Spenden um n% steigern im ersten Quartal 2016
– Conversion Rate verdoppelt im 2016 (Was ist eine Conversion Rate?)

Hierzu empfehle ich das You-Tube Video:

Legen Sie dazu Key Performance Indicators (KPI) fest, wie zum Beispiel:
– Wachstum neuer Offertanfragen via Kontaktformular pro Quartal
– Online-Spenden in EUR im Verhältnis zu Anzahl Webbesuchen im Monat
– Anzahl Webbesucher im Verhältnis zu verkauften Dienstleistungen pro Monat

und definieren Sie, wie und in welcher Regelmäßigkeit Sie Ihre KPI messen und wie sie diese ausweisen werden. Google Analytics bietet Ihnen übrigens ein fixfertiges Dashboard und detaillierte Reportings, die Sie sich monatlich per E-Mail zuschicken lassen können.

3. ZIELGRUPPEN – KUNDEN UND IHRE BEDÜRFNISSE VISUALISIEREN

Die Zielgruppen bezeichnet man üblicherweise anhand demografischer Merkmale. Gehen Sie jedoch einen Schritt weiter. Lösen Sie aus dieser Zielgruppe die Personas heraus, die den grössten Einfluss auf Ihre Zielerreichung haben und beschreiben Sie diese Personentypen möglichst genau. Dies hilft Ihnen und Ihrem Team, sich einfacher in die Zielpersonen hineinzuversetzen. Wie Personas definiert werden, erfahren Sie in einem Bericht des E-Mail Marketing Forums:

4. MARKT – KONKURRENZ UND MARKTVERÄNDERUNGEN KENNEN

Machen Sie sich ein Bild von Ihrem Marktplatz und den Trends. Bummeln Sie durch Ihren Markt und surfen Sie auf den Webseiten Ihrer Mitbewerber herum. Dann wissen Sie, wogegen Ihre neue Homepage als Bewerber um die Kunden antreten wird und können sich davon abgrenzen. Lernen Sie von den Marktführern aber kopieren Sie diese nicht, sondern bleiben Sie einzigartig.

5. KEYWORDS – FRAGEN DER PERSONAS KENNEN UND NUTZEN

Ohne Analyse bringt Ihnen das schönste Webdesign nichts. Gerade im Web hängt so vieles von den richtigen Worten ab. Jene Stichworte, die Ihre Zielgruppen, Ihre Personas in der Websuche eingeben, sind der Schlüssel zu Ihrem Angebot. Diese Keywords und Synonyme sollten im Content Ihrer Webseite enthalten sein. Befassen Sie sich auch deshalb schon in der Vorphase mit Suchmaschinenoptimierung.

6. TRAFFIC KANÄLE – WISSEN, WELCHE MEINE ZIELPERSONEN BENÜTZEN?

Ihre Webstrategie befasst sich auch mit allen Eintrittskanälen, die Ihre Zielgruppe zu Ihnen führen. Nebst den Suchmaschinen sind es unter Umständen Newsletters, E-Mail Signaturen, andere Geschäftskorrespondenz, Werbeschaltungen im Internet (Ads), Links von Dritten auf Ihren Content (z. B. Empfehlungen zufriedener Kunden oder Leser Ihres Blogs), Blogbeiträge bei Partnern etc. oder Verbindungen aus sozialen Netzwerken. Woher kommt der Löwenanteil ihres Web Traffics?

Haben Sie diese Vorarbeit geleistet, geht es an die Planung Ihres Projekts. Im zweiten Teil befassen wir uns mit der Projektorganisation und vor allem mit dem Auftrag an Ihren Webdesigner, dem Briefing.

Hat Ihnen der erste Teil des Beitrags einen Mehrwert geboten? Wir würden das liebend gerne erfahren, um daraus zu lernen. Bitte teilen Sie uns im Kommentarfeld Ihre Meinung mit, herzlichen Dank.

Link-Quellen ohne Vermerk: http://www.gruenderszene.de/lexikon

2019-08-27T13:13:36+02:00

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